Home
Zuchtpaare
Abgabetiere
Kontakt
Wissenswertes
Aktuelles
Galerie

Herkunft

Die Heimat des Wellensittichs ist Australien. In großen Schwärmen - oft mehrere Tausend Tiere – bevölkern sie dort die Steppen des Festlandes. Mit einer gesamt Länge von nur 18 cm und einem Gewicht von 40 g sind sie wahre Winzlinge im Vergleich mit der großen Papageienverwandschaft. Die auffällige Musterung des Rücken- und Kopfgefieders gaben ihm seinen deutschen Namen.

Wer das erste mal freilebende Wellensittiche sieht, wird überrascht sein, alle Vögel sind gleich gefärbt! Von einigen seltenen Ausnahmen zeigen die „Budgies“, wie die Australier sie nennen, ein hellgrünes Bauch- sowie ein schwarzgelbes, quergewelltes Kopf- und Rückengefieder. Das gelbe Gesicht ziehren zwei Violette Wangenflecken sowie einige schwarze Kehltupfen.

Die wachsförmige Nasenhaut ist beim Männchen tief blau und beim Weibchen weißlich bis kaffebraun gefärbt. Diese Ausfärbung tritt jedoch erst im Alter von 3 bis 6 Monaten ein.

Die Neigung zur Mutationsbildung bezüglich der Grundfarbe und wegen seines drolligen Verhaltens wurde der Wellensittich schnell einer der beliebtesten Stubenvögel. Heute gibt es den Wellensittich in vielen schönen Farbe, von rein Weißen und Gelben über Blaue und Gescheckte bis hin zu dreifarbigen Rainbows.

 

Haltung

 

Es dürfte selbstverständlich sein, dass man allen in Gefangenschaft lebenden Tieren möglichst ihre natürlichen Lebensbeding-ungen bieten sollte.

Von Natur aus ist der Wellensittich ein Schwarmvogel, der sich nur bei einer Vielzahl seinesgleichen so richtig wohl fühlt. Deshalb sollten die Vögel mindestens zu zweit gehalten werden.

 

 

 

Da Wellensittiche gerne klettern sollten die Gitterstäbe des Vogelkäfigs waagerecht verlaufen. Es ist empfehlenswert, dass zumindestens ein Teil der Sitzstangen aus Naturästen besteht.

 

Wellensittich sind gewandte Flieger, deshalb darf der regelmäßige Freiflug nicht fehlen.
Die kleinen Australier sind aktive und neugierige Tiere, die die Abwechslung lieben.
Mit etwas Fantasie kann man den Vögel, auch ohne viel Geld auszugeben, einiges bieten z.B.:

Äste zum beknabbern

 

 ein Strauß Wildgräser

 

 selbst gebasteltes Spielzeug aus
Holz oder Stroh

 

Aus Stroh oder Pampasgras lassen sich prima Schaukeln basteln. Man braucht sich allerdings nicht allzuviel Mühe machen, denn noch mehr Spaß als das Schaukeln macht den Wellis das Zerlegen der gleichen.

eine Schale mit feuchtem Grünzeug zum baden  

 

Ernährung

Die im Zoohandel erhältlichen Futtermischungen bilden die Grundnahrung des Wellensittichs. Genügend Futter und frische Wasser muss immer vorhanden sein. Die Vögel fressen nur soviel wie sie benötigen.

 

Zusätzlich zum Körnerfutter sollte den Wellensittichen regelmäßig Obst, Gemüse und Grünfutter angeboten werden. Hier muss man ausprobieren was die Tiere mögen.

 

Folgende Sorten sind für Wellensittiche geeignet:

 

Obst

 

Ananas, Apfel, Aprikose, Banane, Birne, Blaubeeren, Blutorange, Brombeeren, Cherimoya, Clementine, Erdbeeren, Feige (frisch), Granatapfel, Guave, Heidelbeeren, Himbeeren, Holunderbeeren, Japanische Mispel (Lopuat), Johannisbeeren (rot und schwarz), Jostabeere, Kaktusfeige, Karambole (Sternfrucht), Kirsche, Kiwi, Litschi, Mandarine, Mango, Maulbeere (auch die Blätter), Melone, Mirabelle, Nashi, Nektarine, Orange, Papaya, Pfirsich, Pflaume, Physalis (Kapstachelbeere), Quitte, Rambutan, Renecloude, Stachelbeeren, Tamarillo (Baumtomate), Weintraube, Zimtapfel (Schuppenannone), Zwetschge

 

 

Schädliche Obstsorten

 

Bitte verfüttern Sie auf keinen Fall folgendes frisches Obst:

 

frische Datteln (zu viele Gerbstoffe) Grapefruit, Pampelmuse, Pomelo (zu säurehaltig und bitter) Kumquat (zu säurehaltig)Passionsfrucht bzw. Maracuja (fast alle Arten enthalten zu viel Säure) unreife Kaki beziehungsweise Sharon (zu viele Gerbstoffe) Zitrone (viel zu säurehaltig)

 

Gemüse

 

Aubergine, Blattsalat, Brokkoli, Chicoree, Chinakohl, Eisbergsalat, Endivie, Feldsalat, Fenchel, Grünkohl, Karotte, Kartoffel (gekocht, ungesalzen), Kohlrabi, Kürbis, Mais, (milchigweich), Mangold, Paprika, Postelein, Radieschen, Rosenkohl(aufgeschnitten), Rote Bete (frisch), Rucola, Salatgurke, Spinat, Staudensellerie, Stielmus, Tomate, Topinambur (Knolle), Zucchini

 

Bitte verfüttern Sie auf keinen Fall Avocados an Ihre Vögel, da dieses Gemüse viel zu fetthaltig ist. In Kernnähe sind Avocados für Vögel darüber hinaus giftig!

 

 

Grünfutter und Küchenkräuter

 

Bärlauch, Basilikum, Beifuss, Bohnenkraut, Breitwegerich, Borretsch, Brunnenkresse, Dill, Fenchelgrün, Estragon, Karottengrün, Kerbel, Koriandergrün, Kresse, Halbreife Hirse, Hirtentäschelkraut, Klee, Kresse , Liebstöckel, Löwenzahn,Majoran, Melisse, Minze**, Oregano**, Petersilie*, Pimpinelle, Portulak, Rauke, Rispengras, Rosmarin**, Salbei**, Sauerampfer, Schnittlauch, Spitzwegerich, Thymian**, Vogelknöterich, Vogelmiere, Vogelwicke, Weidewegerich,Wiesensauerampfer, Zitronenmelisse * Immer wieder hört man, Petersilie sei giftig für Vögel. Es stimmt tatsächlich, dass in Petersilie giftige Stoffe wie Apinol und Myristicin enthalten sind. Diese beiden Stoffe machen jedoch nur einen geringen Teil der gesamten Inhaltsstoffe aus. Wer Petersilie in Maßen verfüttert, gefährdet seine Vögel nicht. Geben Sie Ihren Tieren Petersilie deshalb nur in geringen Mengen, um ganz sicher zu gehen.

 

** Meist müssen sich die Vögel erst an das sehr aromatische Kraut gewöhnen, nehmen es dann aber gern als Grünfutter an. Bitte verfüttern Sie diese Kräuter nur in geringen Mengen, da sie reich an ätherischen Ölen sind, die in höheren Dosen reizend auf die Schleimhäute der Vögel wirken können.

 

Ungiftige Zimmerpflanzen und Gehölze

 

Bambus, Bananenpflanze, Eukalyptus, Hibiskus, Ringelblume, Zimmerlinde Grünlilie (Vorsicht in der Blütezeit! Die weißen Blüten sind giftig, ansonsten ist die Pflanze ungefährlich).

 

 

 

Bäume und Sträucher 

Ahorn, Birke, Buche, Esche, Haselnuss, Kastanie, Linde, Obstbäume (kein Zierobst!) Pappel, Ulme, Vogelbeerbaum, Walnuss, Weide Äste nur von ungespritzten Bäumen und Sträuchern nehmen! Nicht aus unmittelbarer Straßennähe, da die Abgase sich im Holz ablagern. Die Rinde muss und sollte nicht entfernt werden. Sie enthält wertvolle Nährstoffe und ist ein toller Knabberspaß für Wellis.

 

Wichtige Zusätze

 

Was darf nicht fehlen? Was kann gegeben werden? Was ist überflüssig oder gar schädlich?

 

 

 

Picksteine

 

Hier gibt es viele verschiedene Sorten. Von ganz schlichten Kalksteinen bis hin zu angereicherten Picksteinen, die zusätzlich Jod enthalten. Picksteine halten nicht nur den Schnabel fit, sondern versorgen die Wellensittiche mit wichtigen Mineralien und sind daher ein absolutes Muss.

 

 

 

Sepiaschalen

 

Sind nicht unbedingt notwendig, aber auch nicht, wie manchmal behauptet, schädlich. Viele Wellensittiche haben großen Spaß daran, Sepiaschalen in Einzelteile zu zerlegen.

 

 

 

Mineralkalk

 

Auch hier gibt es verschiedene Sorten. Manche enthalten zusätzlich Vitamine. Mineralkalk kann und sollte, gerade wenn der Pickstein ignoriert wird, in einem kleinen Extranapf zur freien Aufnahme angeboten werden.

 

 

 

Vogelsand

 

Als Einstreu eignet sich auch Holzhäxel aus oben genannten Gehölz. In unseren Innen-Volieren benutzen wir Katzenstreu, das wird beim herum fliegen nicht aufgewirbelt. Zwischen den verschiedenen Streus sollte öfters gewechselt werden, das Hilft gegen Langeweile im Vogelkäfig. Wenn kein Vogelsand als Einstreu verwendet wird, sollte den Vögeln aber unbedingt eine separate Schale mit Vogelsand oder Grit angeboten werden. Die kleinen Muschelschalen sind für die Verdauung der Tiere wichtig.

 

 

 

Vitaminpräparate

 

Für Obst- und Gemüsemuffel ein geeigneter Zusatz, ansonsten überflüssig.

 


 

Vogelkohle

 

Kohle sofort bei Durchfall zu geben, ist sowohl beim Menschen als auch beim Vogel alles andere als sinnvoll. Sie entzieht dem Körper nicht unwesentliche Mengen von Flüssigkeit und Nährstoffen. Somit schwächt man einen Organismus noch weiter. Vogelkohle ist nur dann sinnvoll, wenn man eine Vergiftung vermutet. Wenn man dann innerhalb von ein paar Minuten Vogelkohle in den Vogel hineinbekommt, dann bindet die Kohle die Giftstoffe im Darm und sorgt für eine Ausscheidung, ohne dass die Giftstoffe in den Körper übergetreten sind. Sind sie allerdings erst mal im Blut, dann ist es dafür auch zu spät. Durchfall ist immer nur ein Symptom, keine eigenständige Krankheit, daher sollte bei Durchfällen, die länger als einen Tag andauern, unbedingt ein vogelkundiger Tierarzt aufgesucht werden.

 

 

 

Sprechperlen, Mauserhilfe, Jodperlen...

 

Geldmacher der Futterindustrie, die zwar nicht unbedingt schaden, aber auch keinen Nutzen haben. Mauserhilfe verstärkt die Mauser nur noch; es ist einfach sinnvoller, dem Vogel mit vernünftiger Ernährung über die Mauser zu helfen. Für die ausreichende Aufnahme von Jod genügt in der Regel ein Jodpickstein.

 

 Alle Angaben ohne Gewähr!